Viele Schweizer Patientinnen und Patienten überlegen sich aus Kostengründen, eine aufwändige Zahnsanierung nicht in der Schweiz, sondern im Ausland vornehmen zu lassen. Auch Eltern, deren Kinder eine Zahnspange benötigen, weichen oft auf das grenznahe Ausland aus.

Nach einer Umfrage aus dem Jahre 2014, haben 52 % der Schweizer Zahnarzt Patientinnen über eine günstigere Behandlung im Ausland nachgedacht.

Tatsächlich bezahlen inzwischen die meisten Schweizer Krankenkassen die Kosten von Zahnbehandlungen im Ausland. Bei Groupe Mutuel, Helsana, Swica, Assura und Concordia gingen in den letzten Jahren immer mehr Anfragen zur Kostenübernahme für die Behandlung bei Zahnärzten im Ausland ein. Von den grossen Versicherern übernehmen lediglich die CSS und die Visana keine Kosten für Auslandsbehandlungen.

Die Kassen prüfen zwar ob die Ausbildung des ausländischen Zahnarztes oder der Zahnärztin der schweizerischen gleichwertig ist, jedoch sagt diese Prüfung nichts über die fachliche Kompetenz des jeweiligen Zahnarztes aus.

Auch die Krankenversicherungen wollen Kosten sparen, deswegen bieten manche Versicherer sogar eine teilweise Übernahme der Selbstbeteiligung bei Zahnbehandlungen im Ausland an.

Selbstverständlich nutzen einige der grenznahen Zahnärzte in Deutschland die Situation zu ihren Gunsten und werben in der Schweiz massiv und Patienten. Das groteske daran ist, dass für ausländische Zahnärzte alles erlaubt ist und sie müssen mit sich ihren Werbemassnahmen in der Schweiz nicht an die Standesregeln halten, so wie dies für ihre Schweizer Kollegen vorgeschrieben ist.

Die Schweizer Ärztezeitung und andere Fachmedien berichten seit Jahren immer wieder über die Wichtigkeit eines seriösen Praxismarketings für Schweizer Zahnärzte.

«Die Schweizer Ärzteschaft sollte sich den neuen Herausforderungen stellen und die Möglichkeiten der neuen Medien nutzen. Nur so kann ein Arzt und Unternehmer seine Praxis in eine erfolgreiche Zukunft führen. » (PD. Dr. Urs Balser)

 

Ein Beitrag von Michael Kamp
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