Die geheime Google-Suche

Wie Sie störende Inhalte ausblenden und saubere Suchergebnisse erhalten

Was Sie in diesem Artikel erfahren

In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie Ihre Google-Suchergebnisse von unerwünschtem Inhalt befreien und nur die relevanten Webresultate sehen können. Ich zeige Ihnen, was der geheimnisvolle URL-Parameter UDM=14 bewirkt, wie Sie diesen dauerhaft als Standard in Ihrem Browser einstellen und dadurch eine deutlich angenehmere Sucherfahrung erhalten. Zudem gehe ich darauf ein, wie Sie Ihre persönlichen Daten im Internet besser schützen können – mit einem bewährten Service, der Ihre Daten bei Datenhändlern entfernt. Abschliessend erläutere ich, wie Sie diese Einstellungen sowohl auf Desktop als auch auf mobilen Geräten umsetzen können.


Warum Google-Suchergebnisse oft unübersichtlich sind

Wenn Sie heutzutage eine Suche bei Google starten, fällt Ihnen sicher auf, dass nur ein kleiner Teil der Seite tatsächlich aus den klassischen, organischen Suchergebnissen besteht. Oft dominieren Anzeigen, Videos, KI-Übersichten, „Was sagen die Leute?“-Sektionen, „Ähnliche Suchanfragen“ und andere Elemente die Seite. Das führt dazu, dass die eigentlichen Web-Ergebnisse nur noch etwa ein Viertel der sichtbaren Fläche einnehmen. Für viele Nutzer ist das störend, da man sich auf das Wesentliche konzentrieren möchte: die relevanten Webseiten.

Google hat diese zusätzlichen Inhalte eingeführt, um die Nutzererfahrung zu verbessern und mehr Informationen auf einen Blick bereitzustellen. Doch für viele Nutzer sind diese Elemente eher Ablenkung und reduzieren die Übersichtlichkeit.


Was ist der UDM=14 Parameter und wie funktioniert er?

Der Parameter UDM=14 ist ein URL-Parameter, der Google anweist, die Suchergebnisse im sogenannten „Webmodus“ anzuzeigen. Das bedeutet, dass nur die klassischen, organischen Suchergebnisse präsentiert werden – ohne die störenden Zusatzinhalte wie Videos, Anzeigen oder KI-Übersichten.

Dieser Parameter wurde etwa im Mai 2024 eingeführt und ist seitdem Teil der Google-Suche, allerdings nicht prominent beworben. Man findet ihn manchmal versteckt im „Mehr“-Menü bei der Suchergebnisanzeige.

Technische Erklärung

Jede Google-Suche wird über eine URL mit verschiedenen Parametern ausgeführt, die Google sagen, wie die Ergebnisse dargestellt werden sollen. Zum Beispiel:

  • q= für den Suchbegriff
  • hl= für die Spracheinstellung
  • udm= für den Suchmodus

Beispielsweise steht udm=2 für die Bildersuche, udm=7 für Videosuche und udm=14 für die reine Websuche.


Wie Sie UDM=14 als Standard in Ihrem Browser einrichten

Desktop-Browser

Die meisten modernen Browser erlauben es, die Standard-Suchmaschine in den Einstellungen zu ändern. Dabei können Sie eine eigene Suchmaschine mit einer URL definieren, die den Parameter udm=14 enthält.

Schritt-für-Schritt-Anleitung (Beispiel Google Chrome)

  1. Öffnen Sie die Einstellungen.
  2. Suchen Sie nach „Suchmaschine“ oder „Suchmaschinen verwalten“.
  3. Klicken Sie auf „Suchmaschinen verwalten“.
  4. Klicken Sie auf „Hinzufügen“.
  5. Geben Sie einen Namen ein, z. B. „Google Webmodus“.
  6. Legen Sie ein Kürzel fest (optional).
  7. Tragen Sie als URL ein:
https://www.google.com/search?udm=14&q=%s

Ersetzen Sie google.com gegebenenfalls durch Ihre lokale Google-Domain (z. B. google.ch für die Schweiz).

  1. Setzen Sie diese Suchmaschine als Standard.

Nun wird jede Suche über die Adressleiste im sauberen Webmodus ausgeführt.

Firefox und Edge

Die Vorgehensweise ist ähnlich, nur heissen die Menüpunkte etwas anders:

  • Firefox: „Suchverknüpfungen“ verwalten.
  • Edge: „Adressleiste und Suche“ → „Suchmaschinen verwalten“.

Bei Firefox gibt es einen kleinen Extra-Schritt, um die Schaltfläche „Hinzufügen“ sichtbar zu machen.


Mobile Geräte (iOS und Android)

Die Standardbrowser auf Mobilgeräten (Safari auf iOS, Chrome auf Android) bieten keine einfache Möglichkeit, eine benutzerdefinierte Suchmaschine mit udm=14 einzurichten.

iOS

Es gibt Apps wie Custom Search Engine, die als Safari-Erweiterung funktionieren. Diese leiten Ihre Suchanfragen automatisch an die gewünschte URL weiter. Zwar wird die Standardsuchmaschine nicht direkt geändert, die Suche läuft aber nahtlos im Hintergrund über die saubere Google-Websuche.

Android

Je nach Gerät und Launcher variieren die Möglichkeiten stark:

  • Pixel-Geräte mit Pixel Launcher erlauben keine Änderung des Suchanbieters für die Google-Suchleiste.
  • Drittanbieter-Browser wie Firefox oder Brave erlauben eigene Suchmaschinen mit benutzerdefinierten URLs.
  • Es gibt Widgets wie „Custom Search Bar Widget“, die eine eigene Suchleiste mit der URL udm=14 anbieten und die Ergebnisse im Standardbrowser öffnen.

Warum Sie Ihre persönlichen Daten aus Datenbanken entfernen sollten

Neben einer besseren Sucherfahrung ist es wichtig, die Kontrolle über Ihre persönlichen Daten im Internet zu behalten. Viele Datenbroker sammeln und verkaufen private Informationen wie Name, Adresse und Telefonnummer an Unternehmen oder andere Interessenten. Das erhöht das Risiko von Identitätsdiebstahl, Phishing-Angriffen, Belästigungen und anderen Problemen.

Der Service DeleteMe

Ein bewährter Dienst in diesem Bereich ist DeleteMe. Er übernimmt für Sie die Entfernung Ihrer Daten von zahlreichen Datenbroker-Webseiten. Das funktioniert so:

  • DeleteMe sendet regelmäßig Anfragen zur Löschung Ihrer Daten an verschiedene Anbieter.
  • Neue Datenbroker werden laufend ergänzt.
  • Sie erhalten Berichte, welche Seiten Ihre Daten entfernt haben.
  • Sie können auch individuelle Anfragen stellen.
  • Der Service bietet zusätzliche Tools wie E-Mail- und Telefonnummern-Maskierung (für US-Nutzer).

Ich persönlich nutze DeleteMe seit über vier Jahren und kann den Service empfehlen, wenn Sie Ihre Online-Privatsphäre schützen wollen.


Warum Google die Funktion nicht offensiver bewirbt

Google hat den UDM=14-Modus zwar eingeführt, aber kaum beworben. Offiziell wurde er nur auf einem kleinen Kanal, dem Google Search Liaison, erwähnt. Dort hiess es, dass einige Nutzer es bevorzugen, „nur Links zu Webseiten“ zu sehen.

In der Praxis wünschen sich das aber wohl die meisten Nutzer, da der zusätzliche Content oft als störend empfunden wird. Das erklärt, warum Google den Modus zwar anbietet, aber nicht prominent bewirbt.


Weitere Tipps für eine bessere Google-Suche

Neben dem UDM=14-Parameter gibt es viele weitere Suchtricks, mit denen Sie Ihre Suchergebnisse verbessern können:

  • Nutzung von Suchoperatoren wie site:, intitle:, filetype: für gezieltere Treffer.
  • Verwendung der erweiterten Suchoptionen bei Google für Zeiträume, Sprachen oder Regionen.
  • Ausschluss von Begriffen mit - (z. B. Apfel -Obst).
  • Nutzung von Anführungszeichen für exakte Phrasensuche.
  • Kombination mehrerer Suchbegriffe mit OR oder AND.

Diese Tipps helfen, die Ergebnisse genauer auf Ihre Bedürfnisse zuzuschneiden.


Fazit

Der geheime Google-Parameter UDM=14 ist ein einfacher, aber wirkungsvoller Weg, um störende Zusatzinhalte aus den Suchergebnissen zu verbannen und eine saubere, übersichtliche Websuche zu erhalten. Die Einrichtung als Standard-Suchmaschine ist auf Desktop-Browsern unkompliziert möglich und verbessert die Sucherfahrung deutlich.

Auf mobilen Geräten ist die Umsetzung etwas komplizierter, aber mit Drittanbieter-Apps oder Browsern ebenfalls machbar. Zudem ist es wichtig, die eigene Online-Privatsphäre zu schützen – hier empfiehlt sich ein Service wie DeleteMe, der Ihre persönlichen Daten von Datenbrokern entfernt.

Ich empfehle Ihnen, diese Einstellungen auszuprobieren und Ihre Suche damit effizienter und angenehmer zu gestalten.


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