Die 16 häufigsten Website-Fehler, die Ihre Kunden sofort verjagen – und wie Sie sie vermeiden
Ihre Website ist der wichtigste Vertriebskanal in der digitalen Welt. Sie arbeitet für Sie, 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche. Doch oft werden fundamentale Fehler gemacht, die Glaubwürdigkeit, Vertrauen und letztlich den Umsatz kosten.
Basierend auf den Erkenntnissen von Lukas Nauer und Norman Irion, haben wir die 16 häufigsten Website-Fehler zusammengefasst. Diese Fehler sind keine Kleinigkeiten; sie signalisieren Unsicherheit, mangelnde Professionalität und fehlende Kundenorientierung.
Wollen Sie Ihre digitale Visitenkarte von einer Schlechte Webseite in eine effektive Kunden gewinnen Webseite verwandeln? Dann beginnen Sie hier und lernen Sie, wie Sie jeden einzelnen dieser Website-Fehler vermeiden.
I. Strategische und Glaubwürdigkeits-Fehler (1–4)
Diese Fehler treffen den Kern Ihrer digitalen Identität und sind die grössten Vertrauenskiller.
1. Der Gemischtwarenladen im Internet
Der Fehler: Alles ein bisschen und nichts richtig. Wenn eine Firma oder Einzelperson Malerarbeiten anbietet, gleichzeitig als Coach den Sinn des Lebens sucht und obendrein Uhren im Online-Shop verkauft, ist das nicht glaubwürdig. Die Gefahr: Diese Breite signalisiert nach aussen die eigene Unsicherheit. Man weiss selbst nicht, was man wirklich gut kann, und man glaubt nicht an die eigenen Fähigkeiten. Jegliches Vertrauen ist schon zu Beginn verspielt. So vermeiden Sie diesen Website-Fehler: Fokussieren Sie sich auf Ihr Kernangebot. Eine klare, spezialisierte Positionierung zieht die richtigen Kunden an und festigt Ihre Expertenrolle.
2. Es ist kaum ersichtlich, worum es auf der Webseite geht
Der Fehler: Besucher mit „Herzlich Willkommen“ zu begrüssen. Laut Google-Suche gibt es Millionen solcher Webseiten. Die Gefahr: Das ist dreifach schlecht:
- SEO-Schaden: Google & Co nehmen an, „Herzlich Willkommen“ sei der wichtigste Suchbegriff, mit dem Sie gefunden werden wollen.
- Kundenverwirrung: Sie lassen Ihre Webseitenbesucher raten, worum es auf der Webseite geht.
- Wettbewerbshilfe: Falls Sie Konkurrenten haben, begrüssen Sie diese äusserst freundlich. So vermeiden Sie diesen Website-Fehler: Klarheit vor Freundlichkeit. Nutzen Sie den Titel und die Headline, um sofort zu kommunizieren, was Sie tun, für wen Sie es tun und welchen Nutzen Sie bieten.
3. Ohne Lesebrille geht nichts
Der Fehler: Eine zu kleine und filigrane Schrift zu verwenden, oft auf Anraten des Grafikers. Die Gefahr: Die Sehkraft ist nicht bei allen Mitmenschen zum Besten bestellt. Wer schlecht sieht und weder Brille noch Kontaktlinsen trägt, wird Ihre Inhalte nicht lesen können. Wenn Sie diese Personen nicht zu Ihren Kunden zählen möchten, ist dies der richtige Weg. So vermeiden Sie diesen Website-Fehler: Setzen Sie auf Usability-Fehler-Prävention. Verwenden Sie eine ausreichend grosse Schrift (mindestens 16px für den Fliesstext) und achten Sie auf hohe Kontraste zwischen Text und Hintergrund.
4. Bei der Typografie für einmal in der Schule keinen Fensterplatz gehabt
Der Fehler: Zu wenig Schriftarten und Formatierungen zu verwenden, da man gelernt hat, möglichst wenig für das gleiche Dokument zu nutzen. Die Gefahr: Das Gelernte auf die Webseite anzuwenden, führt dazu, dass sie sich alleine schon fürs Auge langweilig liest. Langweiler haben landläufig weniger Erfolg. So vermeiden Sie diesen Website-Fehler: Nutzen Sie Typografie, um den Text zu gliedern und zu führen. Verwenden Sie Fettungen, Kursivierungen, Listen und Unterüberschriften, um den Text visuell aufzulockern und die Lesefreundlichkeit zu erhöhen.
II. Content- und Mehrwert-Fehler (5–7)
Inhalt, der keinen Mehrwert liefert oder irrelevante Ablenkungen schafft, verfehlt sein Ziel.
5. Es gibt keinen Grund, sich auf der Webseite aufzuhalten
Der Fehler: Die Verwendung inhaltsleerer Floskeln. Beispiele: „Ihr Erfolg ist unser grösstes Ziel“, „Wir arbeiten sehr kundenorientiert“, „die Qualität steht an erster Stelle“. Oder „Wir bieten das beste Preis-Leistungs-Verhältnis weit und breit“. Die Gefahr: Solche Phrasen sind witzlos, denn kein Verkäufer sagt, dass er schlechte Qualität verkaufen möchte. Stattdessen sucht man wertvolle Informationen wie zum Beispiel die Preise vergebens. So vermeiden Sie diesen Website-Fehler: Seien Sie konkret. Liefern Sie tatsächlichen Mehrwert: Fallstudien, Prozessbeschreibungen, Preisrichtlinien oder detaillierte Anwendungsfälle.
6. Man wird durch Fancy-Funktionen abgelenkt
Der Fehler: Nur weil es technisch möglich ist und der Programmierer es zufällig kann, heisst es noch lange nicht, dass es gut ist. Modeerscheinungen wie lästige Pop-ups, unnütze Introseiten oder heute die Slider nerven. Die Gefahr: Man ist am Lesen, und dann bewegt sich das grosse Bild im Kopf der Webseite. Kognitive Studien belegen, dass man damit die Webseitenbesucher definitiv stört. Und gestörte Menschen kaufen nicht. So vermeiden Sie diesen Website-Fehler: Fokus auf die Botschaft. Verzichten Sie auf alles, was sich unaufgefordert bewegt, aufblinkt oder den Lesefluss unterbricht. Statische, klare Inhalte konvertieren besser.
7. Kontaktmöglichkeiten sind nur schwer zu finden
Der Fehler: Webseitenbetreiber, die den potenziellen Kunden keine Möglichkeit geben, sich bemerkbar zu machen. Manche befürchten, dass sie angerufen werden und einen Kunden gewinnen, was lästige Arbeit bedeuten würde. Die Gefahr: Wenn Sie etwas verkaufen möchten, müssen Sie es dem Kunden so einfach wie möglich machen, mit Ihnen in Kontakt zu treten. Versteckte Kontaktinformationen sind ein No-Go. So vermeiden Sie diesen Website-Fehler: Prominente Call-to-Actions (CTAs). Die Telefonnummer und das Kontaktformular müssen auf jeder Seite sofort ersichtlich sein. Platzieren Sie sie im Header und Footer.
III. Glaubwürdigkeit und Autorität (8–10)
Wer sich versteckt oder technisch nicht auf der Höhe ist, verliert das Vertrauen der Besucher.
8. Die Webseite gehört Anonymus
Der Fehler: Man steht nicht zu seiner Firma und seinen Angeboten. Die Verantwortlichen sind auf der Startseite nicht mit Bild und Namen zu sehen. Die Gefahr: Sie bringen nicht zum Ausdruck, dass Sie derjenige sind, der die Verantwortung trägt und übernimmt, auch wenn einmal etwas falsch laufen sollte. Anonymität schafft Misstrauen. So vermeiden Sie diesen Website-Fehler: Zeigen Sie Gesicht. Stellen Sie sich und Ihr Team vor. Erklären Sie, wer die Verantwortung trägt, um menschliche Nähe und Vertrauen zu schaffen.
9. Die Webseite ist im Schneckentempo unterwegs
Der Fehler: Die Webseite ist eine der vielen langsamen Schnecken im Internet. Die Gefahr: Wer mobil surft, hat keine Geduld. Wer eine langsame Webseite hat, hat schneller verloren, als ihm lieb ist. Ladezeit ist ein kritischer Ranking- und Usability-Faktor. So vermeiden Sie diesen Website-Fehler: Geschwindigkeit optimieren. Nutzen Sie Caching, komprimieren Sie Bilder, wählen Sie einen schnellen Hoster. Eine schnelle wie ein Ferrari-Webseite ist heute kein Hexenwerk mehr.
10. Die Webseite ist ein Wunder der Technik …
Der Fehler: … und es ist ein Wunder, dass die Webseite einigermassen korrekt angezeigt wird. Standards vom World Wide Web Consortium werden ignoriert. Die Gefahr: Wer nicht mit dem gleichen Browser wie der Programmierer surft, ist halt selber schuld – und den möchte man schon gar nicht zum Kunden. Die Seite ist inkompatibel und bricht auf verschiedenen Geräten auseinander. So vermeiden Sie diesen Website-Fehler: Webstandards einhalten. Sorgen Sie für eine responsive Darstellung und testen Sie die Seite auf allen gängigen Geräten und Browsern.
IV. Inhaltsqualität und Verständlichkeit (11–14)
Hochwertiger Content ist das A und O, aber er muss auch gefunden und verstanden werden.
11. In der Kürze liegt die Würze
Der Fehler: Der Glaube, Texte müssten auf einer Webseite kurz und knackig sein. Die Gefahr: Wenn der Webseitenbesucher die gewünschten Informationen nicht auf Ihrer Webseite findet, findet er sie eben auf einer anderen. Ausführliche, gut recherchierte Texte liefern den gesuchten Mehrwert und führen zu längerer Verweildauer. So vermeiden Sie diesen Website-Fehler: Tiefe vor Kürze. Bieten Sie ausführlichen, gut strukturierten Content. Website-Fehler vermeiden Sie, indem Sie die Informationen liefern, die Ihr Kunde braucht.
12. Das Fachchinesisch versteht kein Schwein
Der Fehler: Die Verwendung von Fachausdrücken, die ein Grossteil der Webseitenbesucher und potenziellen Kunden nicht versteht. Die Gefahr: Der Wunsch, nur Kunden zu gewinnen, mit denen man auf Augenhöhe diskutieren kann und die sich in der Branche mindestens so gut auskennen wie man selbst. Damit schliessen Sie jedoch alle Neukunden und Laien aus. So vermeiden Sie diesen Website-Fehler: Einfachheit gewinnt. Erklären Sie komplexe Sachverhalte in einfacher Sprache. Vermeiden Sie Jargon oder erklären Sie ihn.
13. Es gilt nicht, die Misswahlen zu gewinnen
Der Fehler: Die Webseite ist durch und durch gestylt, jeder Pixel ist exakt an der vorgesehenen Stelle. Die Gefahr: Dieses übertriebene Styling ist nutzlos, wenn die grundlegenden strategischen Fehler (Punkt 1 bis 12) zutreffen. Usability-Fehler werden durch hübsches Design nicht behoben. So vermeiden Sie diesen Website-Fehler: Funktion vor Form. Ein gutes Design unterstützt die Usability, es ersetzt sie nicht. Konzentrieren Sie sich zuerst auf Kunden gewinnen Webseite-Faktoren wie Klarheit und Geschwindigkeit.
14. Ein Bild schadet mehr als tausend Worte
Der Fehler: Die Verwendung von Stockphotos, wie die schöne Miss oder der lachende Manager, die nichts mit der Firma oder der Branche zu tun haben. Die Gefahr: Uns ist es ehrlich gesagt gar nicht aufgefallen – aber den meisten Webseitenbesuchern ist das auf den ersten Blick klar. Stockphotos signalisieren mangelnde Authentizität. So vermeiden Sie diesen Website-Fehler: Authentizität zählt. Nutzen Sie eigene, echte Fotos Ihres Teams, Ihrer Arbeit oder Ihrer Geschäftsräume.
V. Wartung und Sichtbarkeit (15–16)
Vernachlässigung und fehlende Sichtbarkeit machen selbst die beste Seite nutzlos.
15. Aktuell war gestern
Der Fehler: Ein Navigationspunkt „Aktuell“ oder „News“ ist vorhanden, aber der prominenteste Eintrag verkündet, dass Sie eine neue Webseite haben – auch wenn das schon Jahre her ist. Die Gefahr: Veraltete Informationen signalisieren, dass die Seite vernachlässigt wird und die Firma inaktiv ist. So vermeiden Sie diesen Website-Fehler: Regelmässige Pflege. Aktualisieren Sie News, entfernen Sie veraltete Einträge oder integrieren Sie News in einen aktuellen Blog.
16. Die Nadel im Heuhaufen oder ein einzelnes Sandkorn am Sandstrand
Der Fehler: Die Webseite ist im Internet kaum sichtbar. Die Gefahr: Wenn Sie Punkt 1 bis 15 befolgt haben, spielt dieser Punkt keine Rolle mehr. Aber ansonsten: Was nützt die beste Webseite, wenn sie niemand findet? So vermeiden Sie diesen Website-Fehler: Sichtbarkeit herstellen. Investieren Sie in Suchmaschinenoptimierung (SEO) und Online-Marketing, damit Ihre Kunden Sie auch finden.
Fazit: Die Website-Fehler vermeiden als Wettbewerbsvorteil
Der gute Ruf einer Marke oder Firma kann sehr viel verzeihen, selbst eine Schlechte Webseite. Das Restaurant Hörnli* in der Nordostschweiz ist ein Beleg dafür.
Aber: Wollen Sie sich auf Ihren hervorragenden Ruf verlassen, um die Defizite Ihrer Website auszugleichen? Oder wollen Sie alle Hebel in Bewegung setzen? Nutzen Sie diese 16 Punkte, um Ihre Website in eine Kunden gewinnen Webseite zu verwandeln. Indem Sie diese Usability-Fehler und strategischen Mängel beheben, stärken Sie Ihre Glaubwürdigkeit und erzielen messbaren Erfolg.
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